- Der Bundesvision Song Contest 2011 -


Nichtsahnend zappt man nach der Tagesschau durch die Fernsehlandschaft und stoppt ruckartig auf der Sieben. “Willkommen zum Bundesvision Song Contest 2011″ ertönt es unerwartet aus den Lautsprechern und sofort spulte ich in Windeseile das gewohnte Programm ab: Deutschlandkarte drucken (fürs Malen war keine Zeit mehr), Facebook-Ticker anwerfen und das gewohnte Rating beginnen.

0 bis 5 Sterne gibt es zu vergeben, dank der weisen Intervention meiner Freundin gehören halbe Sterne auch zum Repertoire. Normalerweise lässt mich die nationale (oder beim ESC auch die europaweite) Talentstreuung bis tief in die Nacht vor dem Fernseher verharren, weil es neben den obligatorischen Totalausfällen und den unzähligen unscheinbaren Un-Künstlern auch 1-2 wirklich gute Acts gibt, für die ich 4 oder mehr Sterne vergebe, für die ich beim Telefonvoting stimme und für die ich bis zum Sendeschluss mitfieber.

Doch dieses Mal kam alles anders. Bis auf “Jennifer Rostock” und “Glasperlenspiel” kamen die Bands nicht mal in die Nähe der 4 Sterne. Nachdem mit Nordrhein-Westfalen auch das letzte Bundesland sein Trauerspiel vorgeführt hat, war für mich der Fernsehabend zuende. Mir egal, wer gewinnt. Ich verweigere dem musikalischen Einheitsbrei aus gequirlter und wiedergekäuter Langeweile die Verdauung. Hier ist mein Rating. Ich bin raus.

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